Mit dem Projekt soll auf dem Gelände des Haus der Nationen ein frei zugänglicher, barrierearmer Begegnungs- und Bewegungsort im Freien entstehen. Ziel ist es, einen attraktiven Platz zu schaffen, der Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, sozialer Hintergründe und mit unterschiedlichen Fähigkeiten zusammenbringt, zur Bewegung anregt und das Miteinander im Stadtteil stärkt. Mit Bewegung und Austausch gegen soziale Isolation.
Zentraler Bestandteil des Projekts ist die Installation von Outdoor-Fitnessgeräten und Sitzgelegenheiten, die auch für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen sowie Personen mit Mobilitätseinschränkungen geeignet sind. Die Ausstattung wird barrierefrei geplant, mit gut erreichbaren Wegen und leicht verständlichen, mehrsprachigen Nutzungshinweisen inklusive Piktogrammen. Der Ort soll gezielt auch für Menschen mit geringen Sprachkenntnissen, kognitiven Einschränkungen oder wenig Sozialkontakten einladend sein. Die eigenständige Nutzung zu jeder Tageszeit, ob allein oder in der Gruppe soll einen leichten Zugang ermöglichen.
Der Fitness-Park liegt am Ende des Wohngebietes direkt am Waldrand und ist leicht zu erreichen. Das bestehende Begegnungszentrum ist nur 30 Meter entfernt und lädt dazu ein, nach den Aktivitäten das Nachbarschafts-Café zu besuchen oder an anderen Veranstaltungen teilzunehmen. Aktive können anschließend im Wald joggen oder spazieren gehen. Ein großer Parkplatz ist angrenzend.
Es werden begleitende Programme entwickelt, wie Fitness-Treffen und angeleitete Aktiv-Touren - auch in Kooperation mit anderen Akteuren des Stadtteils und auch die schöne, ruhige Lage am Wald integrierend.
Zusätzlich wird das Projekt in ein starkes Netzwerk aus lokalen Akteuren eingebettet: soziale Träger, Seniorennetzwerke, Migrantenorganisationen, Einrichtungen der Behindertenhilfe und Nachbarschaftstreffpunkte bringen ihre Zielgruppen und Kompetenzen mit ein.
Die Geräte und Bänke bestehen aus langlebigen, witterungsbeständigen Materialien. Durch die Kombination aus Vernetzung, Beteiligung und kontinuierlichem Programmangebot entsteht ein Ort der langfristigen Nutzung und sozialen Teilhabe.
Das Projekt richtet sich ausdrücklich an alle Menschen im Quartier – insbesondere auch an ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen, Menschen mit Migrationsgeschichte sowie Familien. Es schafft neue Räume für Bewegung und Begegnung.
Der Stadtteil ist vielfältig und beheimatet Menschen aus verschiedenen Kulturen, Altersgruppen und sozialen Schichten. Es gibt wenig Gelegenheiten für ungezwungene Begegnungen und spontane Gespräche, da Orte, die zum Verweilen einladen, fehlen.
Zahlreiche für die Anwohner wichtige Geschäfte und Dienstleister haben den Stadtteil verlassen, was die Lebensqualität der Anwohner weiter reduziert. Der wenig attraktive Stadtteil kann den Anwohnern wenig bieten, was auch die Identifikation mit Neumünden schwächt. Man sucht eher die Nähe zur Innenstadt. Allerdings sind die Möglichkeiten an Aktivitäten außerhalb des Stadtteils teilzunehmen aufgrund finanzieller Einschränkungen und unzureichendem öffentlichen Nahverkehr eingeschränkt.
Es gibt eine erkennbare Tendenz zu sozialer Isolation, insbesondere bei älteren Menschen, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder psychischen Erkrankungen, was die Sozialraumkonferenz zeigte. Vor allem Menschen mit psychischen Erkrankungen werden sichtbarer.
Die Bewohner des Stadtteils zeigen Interesse an sportlicher Betätigung, doch es gibt nur wenige Sport- und Freizeitangebote im direkten Wohnumfeld. Sie sind kostenintensiv, mit Verpflichtungen verbunden oder an schwer auffindbaren Orten angesiedelt. Moderne, barrierefreie Sportmöglichkeiten im Freien fehlen, die für ein breites Publikum nutzbar wären.
Das Gebiet am Waldrand bietet eine attraktive und ruhige Umgebung für Sport, Wandern oder Entspannung, die bislang kaum von Anwohnern genutzt wird.



