Der CREATE & CRY CLUB (CCC) ist eine Community aus Gleichgesinnten, die Bock auf Kreativität, aber kein Bock auf Stigmata haben. Hier können sich Menschen, die sich (manchmal) einsam fühlen, kreativ austoben und austauschen.
In kreativen Workshops sollen niedrigschwellig die Themen Einsamkeit und Mental Health behandelt werden. Der Fokus liegt auf dem gemeinsamen, kreativen Tun, Reflektieren, Austauschen und Zusammensein. Denn insbesondere in schwierigen Zeiten, persönlichen oder psychischen Krisen, kann Kunst und kreatives Gestalten Selbstheilungskräfte fördern und aktiv etwas gegen Einsamkeit und zur Prävention von psychischen Krankheiten beitragen. Im Gegensatz zu anderen Kreativ-Events steht nicht das „Produkt“ im Vordergrund (es geht nicht darum, Malen zu lernen oder seine Töpfertechnik zu verbessern). Der Fokus liegt vor allem darauf, Menschen zusammenzubringen, die sich einsam fühlen und einen Raum für Begegnung, Kreativität und Austausch zu schaffen. Im direkten Wohnumfeld werden Begegnungen gefördert, soziale Isolation abgebaut und kreative Ressourcen gestärkt. Der CCC möchte vor allem auch Menschen ansprechen, die wenig bis keinen Zugang zu Kunst, Kultur und ausreichend (psychischer) Gesundheitsversorgung haben. Aus diesem Grund ist die Teilnahme auch kostenlos. Denn Kreativität und psychische Gesundheit sind Menschenrechte und niemand sollte sich einsam fühlen.
Aktuell finden regelmäßig Workshops in Mannheim statt. Ziel ist es, das Angebot in Hannover zu erweitern, um hier vor Ort weitere lokale Communities zu stärken, Einsamkeit zu begegnen und Orte der Begegnung zu schaffen, die langfristig halten. In Hannover sehen wir die Stadtteile Linden-Limmer und Nordstadt als Projektgebiet (dazu mehr bei Punkt 8 Projektgebiet). Perspektivisch ist unser Ziel, das Angebot deutschlandweit anzubieten.
Wirkungsziel des Projekts ist die nachhaltige Bekämpfung von Einsamkeit im Wohnumfeld durch kreative Gruppenangebote, die soziale Teilhabe ermöglichen, Nachbarschaften stärken und langfristig neue Gemeinschaften entstehen lassen.
Hinweis: Der Verein ist gerade noch in Gründungsphase und erst ab voraussichtlich Juli ein eingetragener Verein.
Jeder dritte Mensch zwischen 18 und 53 Jahren fühlt sich einsam (1). Einsamkeit ist eine ernstzunehmende, wachsende gesellschaftliche Herausforderung, die auch negative Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit unserer Gesellschaft hat.
Besonders stark betrifft das Frauen und Menschen, die intensive Care Arbeit leisten, sowie Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung. Faktoren wie Bildung, Einkommen, Care Arbeit, Gesundheit und soziale Beziehungen müssen also berücksichtigt werden (2).
Bisher gibt es kaum deutschlandweite Angebote, die sich mit Einsamkeit und der Prävention von psychischen Krisen für (junge) Erwachsene beschäftigen. Es fehlen niedrigschwellige, kreative Formate im direkten Wohnumfeld, die verbindend wirken. Des Weiteren fehlen Räume, in denen Gefühle wie Einsamkeit, Überforderung oder Sensibilität offen thematisiert werden können – ohne Stigmatisierung. Der CREATE & CRY CLUB möchte diese Lücke schließen und die Themen Einsamkeit und Mental Health niedrigschwellig, barrierefrei und zeitgemäß mittels künstlerischer Tätigkeiten behandeln. Von der Zielgruppe, für die Zielgruppe.
Quellen:
1: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB)
2: Einsamkeitsbarometer 2024


