Der Dorfgemeinschaftsverein (DGV) organisiert Veranstaltungen für alle Altersgruppen, weit überwiegend in der Bredenbecker Scheune (BS) www.bredenbecker-scheune.de. Mit unserer Quartiersmanagerin und vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern wollen wir die Wohn- und Lebenssituation junger und alter Menschen verbessern.
Der Altersdurchschnitt im Ortsteil Bredenbeck ist sehr hoch. Er lag bereits im Jahr 2021 bei 47,1Jahren, mittlerweile ist er noch angestiegen. Mehr als 500 Einwohner/innen (von ca. 3.200) sind älter als 70. Bereits 2014 lebten 54 % der Bevölkerung in Single-Haushalten, davon sehr viele ältere Menschen. Zu einer Ü70-Adventsfeier kommen in jedem Jahr mind. 60 Gäste (viele Alleinstehende), um bei Kaffee und Kuchen zu klönen, zu singen und Spaß zu haben. Dem Wunsch der Gäste, diese Runden häufiger durchzuführen, könnte mit Unterstützung der Förderung entsprochen werden. In diesem Jahr wollen wir zwei Klön-Café-Termine für Seniorinnen, die Adventsfeier und ein Grünkohl-Essen (mit Eigenbeteiligung) anbieten. Unser lfd. Programm mit Spiele-Abenden, Konzerten, Vorträgen usw. kommt bei älteren Menschen sehr gut an. Die Termine sollen in der Regel kostenlos sein, um insbesondere für einkommensschwache Menschen und aus Flüchtlingsfamilien keine Hemmschwelle aufzubauen.
Die 2. Zielgruppe sind junge Menschen, insbesondere Eltern mit kleinen Kindern, denen oft die Zeit für den Aufbau neuer Kontakte fehlt. Gemeinsam mit der DRK-KiTa sollen Eltern-Café-Termine und ein weihnachtliches Basteln angeboten werden. Eingeladen werden nicht nur Eltern und Kinder der DRK-KiTa, sondern auch aus anderen Einrichtungen, deren Eltern in Bredenbeck und Umgebung wohnen. Die Verteilung der Kinder auf mehrere Einrichtungen in der Gemeinde führt dazu, dass sich die Eltern nicht mehr automatisch kennenlernen. Gerade für junge Familien, die „frisch“ nach Bredenbeck gezogen sind, und Flüchtlingsfamilien ist die Kontaktaufnahme zu Gleichaltrigen ein großes Problem, weil die Schnittpunkte fehlen. Mit diesen Veranstaltungen wollen wir eine Kontaktaufnahme erreichen und einer Vereinsamung vorbeugen. Einsamkeit ist nicht nur ein Problem älterer Menschen, auch jüngere sind davon betroffen.
3. Programmpunkt ist die musikalische Früherziehung mit Interkulturellem Schwerpunkt im ländlichen Raum mit dem Diplom Pädagogen und Liedermacher Unmada Manfred Kindel für Kindergärten. Die Musik aus den Ländern der Kinder mit Zuwanderungsgeschichte wird besonders einbezogen.
Wie in der Kurzbeschreibung erläutert, geht es darum, ältere (oft alleinstehende Menschen) für ein Miteinander zu gewinnen und sie "aus dem Haus zu locken". Diese Altersgruppe ist nicht mehr in der Lage, Angebote bspw. in Hannover wahrzunehmen.
Für junge Menschen mit kleinen Kindern ist es schwierig, Kontakte zu finden. Die Kinder sind in verschiedenen Betreuungsangeboten in der Gemeinde und im Umland untergebracht. Der Begegnungsort „örtliche KiTa“ erreicht längst nicht alle Eltern. Durch Berufstätigkeit fehlt die Zeit.
Home-Office, online-Einkäufe, individueller Sport, all das führt zu einem Rückgang der alltäglichen Kommunikation und verändert das Miteinander. Kontakt zu finden wird immer schwieriger.
Musik verbindet, das ist das Ziel des 3. Projekts mit einem renommierten und sehr erfahreren Musiker.

