Geplant ist ein großes Seniorenfest. Einsamkeit im Alter ist ein wachsendes Problem, das negative Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit haben kann. Dem möchten wir entgegenwirken. Eingeladen werden soll mithilfe von Flugblättern in der Nachbarschaft. An dieser Stelle zeigt sich unter anderem die enge Zusammenarbeit mit dem Quartierszentrum, denn die Veranstaltung soll im Quartiersmagazin beworben werden und ein ausführlicher Artikel zur Bewerbung darin abgedruckt werden. Doch auch die Bewerbung und Kooperation mit unseren Kooperationspartner wie mit der AWO, mit der evangelische Kirche oder dem Verein ambet („Ambulante Betreuung hilfs- und pflegebedürftiger Menschen e.V.“) sichern den Erfolg des Projekts.
Die Veranstaltung soll durch interaktive Angebote die Menschen näher zueinander bringen, das gemeinsame Tun soll verbinden. Durch gezielte Information über bspw. die Wunschgrosselternvermittlung während des Festes sollen langfristige Möglichkeiten gegen Einsamkeit aufgezeigt und initiiert werde. Denn es mangelt nicht an Familien, mit denen einsame rüstige Senioren verbunden werden können, sodass nachhaltige Begegnungen in die Wege geleitet werden können. Daher werden auch die aktiven Senioren und Seniorinnen aus dem Projekt zum Fest eingeladen. Um als positive Beispiele zu fungieren, lebendig von der Bereicherung durch dieses Projekt, durch die Rolle als Wunschgroßeltern zu berichten. Dadurch kann nicht nur der Einsamkeit im Alter entgegengewirkt werden, sondern auch Kinder gestärkt werden.
Nach einem Empfang, soll es die Möglichkeit einer Wildkräuterwanderung auf dem Ringgleis (zusätzliche Bewerbung des Vorhabens bei unserem Format des Spaziergangs auf dem Ringgleis) geben. Die geernteten Wildkräuter sollen anschließend gemeinsam verkocht werden. Der Höhepunkt des Festes ist das gemeinsame Essen. Das gemeinsame Speisen soll als Festakt begangen werden: Essen als Fest, Essen als Kultur, Essen als Kommunikation, Essen als Verbindung.
Zu einem Fest gehört Musik. Das Festmahl wird musikalisch untermalt. Jedoch soll es nicht bei einem Konzert bleiben, sondern auch an dieser Stelle soll es die Möglichkeit der Teilhabe geben. In 30-minütigen Workshops kann selbst bspw. an der Djembe musiziert werden.
Das Projekt soll in einer selbstgestalteten Broschüre festgehalten werden. Um auch über die Veranstaltung hinaus darauf hinweisen zu können. Parallel dient sie als Dokumentation und als Handreichung für potentielle zukünftige Sponsoren.
Das Durchschnittsalter in Braunschweig beträgt laut Sozialbericht 2022 der Stadt Braunschweig 43,4 Jahre. Ab der Altersgruppe der 55- bis unter 65-Jährigen ist der Frauenanteil größer und steigt bis zur Gruppe der Personen, die 95 und älter sind, kontinuierlich auf 83 Prozent an. Hier wird die höhere Lebenserwartung von Frauen deutlich, mit dem zugleich der Wegfall von wichtigen Lebensbegleitern, Partner wie Freundschaften, verbunden ist. Von den 250.495 Menschen, die in Braunschweig leben, sind 52.696 Menschen 65 Jahre und älter. Da ältere Menschen mittlerweile nicht nur länger leben, sondern auch deutlich länger aktiv sind, ist es wichtig, Angebote für Seniorinnen und Senioren bereitzustellen, sie weiterzuentwickeln und neue Angebote aufzubauen. Dabei geht es von Begegnung, Teilhabe, Beratung bis hin zu Unterstützung.
Einsamkeit im Alter ist ein wachsendes Problem, das negative Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit haben kann. Johanna Bristle berichtete bspw. in der Vortragsreihe „Mensch Alter!“ eindrucksvoll, vom Einfluss von Einsamkeit auf die kognitive Gesundheit. Das Mütterzentrum / MehrGenerationenHaus soll und dient bereits durch seine vielfältigen Angebote als Ankerpunkt im westlichen Ringgebiet sowie als Basis für niedrigschwellige Beratungs- und Unterstützungsangebote auch für ältere Menschen. Eines dieser Angebote ist die Wunschgroßelternvermittlung – hierbei werden Seniorinnen und Senioren mit Familien mit Kindern verbunden, um sich gegenseitig zu unterstützen.


