Das Mehrgenerationenhaus Lüneburg ist seit 21 Jahren eine Begegnungs-und Bildungsstätte für alle Generationen in der Trägerschaft des Caritasverbandes und in guter Kooperation mit der Hansestadt Lüneburg. Viele ehrenamtliche Mitarbeiter*innen des Caritasverbandes gestalten das vielfältige Programm für Lüneburger Bürger*innen.
Das Mehrgenerationenhaus verschafft Menschen jeglichen Alters die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen, sich weiterzubilden und sich selbst aktiv einzubringen. Es fördert bewusst das Miteinander der Generationen und der verschiedenen Kulturen/Nationen.
Es bietet offene Begegnungsmöglichkeiten, preisgünstige Bildungsangebote und stärkt und fördert ehrenamtliches Engagement. Mit dem neuen Projekt Kennenlernen und aktiv werden in der Nachbarschaft Bockelsberg, sollen bewusst die Senioren, Alleinstehende und auch Menschen mit Migrationshintergrund aus und im Stadtteil Bockelsberg unterstützt werden.
Das Projekt soll Menschen aus dem Stadtteil Bockelsberg neue Zugänge bieten, andere Menschen kennenzulernen. Dafür werden unterschiedliche Begegnungsformate angeboten, um vielschichtig die Nachbarschaft anzusprechen und unterschiedliche Menschen zu erreichen. Bei den Angeboten gibt es die Möglichkeit eigene Wünsche und Ideen mit einzubringen. Neue Projekte und Angebote können und werden entstehen und von Nachbarn für Nachbarn angeboten werden. Senioren und Alleinstehende werden dabei gezielt eingeladen. Geflüchtete und Zugewanderte Menschen erhalten die Chance an den Angeboten teilzunehmen und auch selber eigene Angebote mit ihren Stärken und Interessen anzubieten. Dabei werden sie in ihrem freiwilligen Engagement begleitet und unterstützt.
Gespräche mit SeniorInnen und anderen Einrichtungen im Stadtteil haben uns gezeigt, dass sich seit Corona viele Senioren und auch Alleinstehende im Stadtteil in ihren Wohnungen zurückgezogen haben und es ihnen schwerer fällt, andere und neue Kontakte zu knüpfen. Viele sind nicht in der Seniorenangeboten der örtlichen Kirchengemeinden im Stadtteil eingebunden und brauchen eine neue Ansprache und verschiedene Angebote, um andere Kennenzulernen und aus den eigenen „vier Wänden zu kommen“. Dies veranlasste uns, bewusst auch bei dem Projekt „2 Wochen gegen Einsamkeit“ (vom 27.03.-09.04.25) aktiv und im fachlichen Austausch mit anderen Einrichtungen mitzuwirken und festzustellen, wie wichtig gerade für Alleinstehende und auch für Geflüchete Begegnungsmöglichkeiten und ein regelmäßige Kontaktaustausch ist.
In Gesprächen mit anderen Einrichtungen im Stadtteil Bockelsberg und mit Stadtteilbewohner*innen erfuhren wir auch, das berufstätige Menschen hier nicht oft institutionell oder im Freundeskreis eingebunden sind und Kontaktmöglichkeiten vor Ort vermissen.
Durch unsere Deutschkurse und Sprachpatenschaften wissen wir, das eine große Mehrheit von erwachsenen Geflüchteten darunter leiden, dass sie fast keinen Kontakt zu deutschen Mitbürger*innen im Stadtteil Bockelsberg und auch in Lüneburg haben. 10% der Bewohner*innen im Stadtteil Bockelsberg sind Ausländer*innen. Dabei haben diese Menschen „Schätze“/Talente/Hobbies, die sie teilen könnten, von denen aber niemand weiß.

