Die Alte Kapelle am Rande des ehemaligen Anstaltsgeländes der Rotenburger Werke (RW) zwischen Lindenstraße und Soltauer Straße, soll das Zentrum sozialer Interaktion für das neu zu entwickelnde Innovationsquartier werden. Entwickeln soll sich auf dem ehemaligen Kerngelände in den nächsten Jahren ein von Inklusion und Teilhabe geprägtes soziales Milieu, das ein selbstverständliches Miteinander von Wohnen, Gewerbe, Gastronomie und somit Gemeinschaft zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen schafft.
Die RW planen den Umbau der Alten Kapelle unter dem Motto „Geschichte erleben – Nachbarschaft gestalten“: Entstehen wird ein Quartierstreff für das sich entwickelnde Quartier. Die Sammlung zur Geschichte der RW bekommt endlich einen festen Ort. Inhalte werden didaktisch so aufbereitet, dass Besucher*innen die wechselvolle Geschichte der RW erleben können. Menschen mit Behinderung sollen in die Entwicklung der Angebote eingebunden sein und auch eine Zielgruppe für die spätere Nutzung bilden. Durch das Projekt können die RW die bereits umfassend aufgearbeitete Geschichte, einschließlich ihrer dunklen Kapitel, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen und gleichzeitig ihr positives Image bei Bewohner*innen und Angehörigen stärken. Die Alte Kapelle soll ein Ort für Bildung, Begegnung, Inklusion, Geschichte und Kultur für Jung und Alt werden. Diverse Gruppen wie Vereinstreffen (Hospizverein, Omas gegen rechts), ideelle Treffen (Nähgruppe, inklusives Tanzprojekt für Menschen mit und ohne Behinderung, internationale Kochgruppen von Mitarbeitenden), Ehrenamtliche, Kulturschaffende (Kulturinitiative Rotenburg) sowie Bildungsangebote (Sprachkurse VHS) nutzen bereits interimsweise die Räume. Schon jetzt entwickelt sich die Alte Kapelle, Leuchtturmobjekt im Innovationsquartier, zu einem wichtigen soziokulturellen Treffpunkt in der Mitte Rotenburgs, der für die zukünftigen Nachbarn im Quartier, für alle Bürger*innen Rotenburgs und auch aus den umliegenden Ortschaften, erreichbar sein wird.
Projektziel:
Ziel des Projekts ist die Entwicklung der Alten Kapelle zu einem inklusiven Begegnungsort im entstehenden Innovationsquartier Rotenburg. Der Ort soll als offener Treffpunkt für Menschen mit und ohne Behinderung dienen, soziale Teilhabe fördern und durch kulturelle Bildungsangebote sowie eine dauerhafte Ausstellung zur Geschichte der Rotenburger Werke einen Beitrag zur Erinnerungskultur und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten.
Das Projekt Umbau der "Alten Kapelle: Nachbarschaft gestalten - Geschichte erleben" soll Wirkung auf verschiedenen Ebenen entfalten. Während das Obergeschoss mit fast 300 m² Wohnraum für 10 Auszubildende schaffen soll, wird das Erdgeschoss mit ebenfalls 300 m² Fläche einerseits fester Standort für die historische Sammlung mit Bildarchiv und verschiedenen historischen Exponaten der RW sowie andererseits Raum für Begegnung und Teilhabe. Verbrieft in der UN Behindertenrechtskonvention von 2009 ist ein Recht auf soziale Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderung (MmB). Zur Verwirklichung dieses Anspruchs müssen Räume geschaffen werden, die Begegnung ermöglichen. Darüber hinaus muss ein Angebot geschaffen werden, das Menschen mit und ohne Behinderung sich aufeinander zu bewegen lässt, um gemeinsam Aktivitäten, Hobbys oder Arbeiten nachzugehen. Am Ziel sind wir dann, wenn MmB auch am Arbeitsleben teilhaben können. So ist geplant, MmB aus Bewohnerperspektive für Führungen zur Historie und durch das Innovationsquartier zu befähigen und bspw. Raumbuchungen in der Alten Kapelle zu verwalten.
Wir wünschen uns für einen niedrigschwelligen Zugang zum Innovationsquartier - der seit Jahrzehnten bestehenden Sonderwelt der MmB in Rotenburg - und dessen Management-Office der "Alten Kapelle" einen schönen Platz im Freien: Eine einladende Terrasse mit Sitzgelegenheit zum Verweilen und Sonnenschirmen gegen die Hitze der Südterrasse.
Hier sollen Menschen aus der Stadt und MmB aufeinandertreffen können, die einfach mal auf das Gelände schauen wollen, die eine Pause suchen, um Plätzchen zu essen und zu schnacken. Das bietet die ideale Chance für nachhaltige Beziehungen.







