In der Stadt Verden gibt es sehr unterschiedliche Einrichtungen der Gemeinwesenarbeit (GWA). Das besondere in Verden ist, dass es einen Arbeitskreis GWA gibt. Dieser hat eine gemeinsame Richtlinie erarbeitet. Alle Mitarbeitenden bzw. Vertreter_innen aus den Einrichtungen (auch die Zuschussempfänger der Stadt Verden) arbeiten im Arbeitskreis mit.
Dies dient dem gemeinsamen Austausch und der Zusammenarbeit, dadurch ergeben sich Kooperationen und gemeinsame Projekte wie zum Beispiel der Adventskalender. Da die finanziellen und personellen Ressourcen sehr ungleich verteilt sind, entstand die Idee einen gemeinsamen Antrag zu stellen. Mit dem Ziel, Angebote gegen Einsamkeit die gut funktionieren auf die anderen Stadtteile zu übertragen. Zum Beispiel haben sich generationenübergreifende Ausflüge bewährt, Alt und Jung haben ein gemeinsames Erlebnis und dadurch ein Gesprächsthema auch bei weiteren Begegnungen. Die Gestaltung von attraktiven vielseitig nutzbaren Treffpunkten ist ein weiters Ziel für den AK GWA. Dies kann eine Ecke zum klönen oder auch ein Garten zum gemeinsamen gärtnern sein. Für uns ist es wichtig, die Gemeinsamkeiten der Menschen hervorzuheben und nicht auf die Unterschiedlichkeit zu schauen. Wir schaffen Räume und Begegnungen zum Austausch, zum Beraten, zum Identität stiften und einfach nur Spaß zu haben.
Die Ausgangslage in Verden ist, dass es in Verden mehrere Gemeinwesenstandorte (städtisch/städtisch gefördert und über die LAG gefördert "Gute Nachbarschaft") gibt. Diese tauschen sich regelmäßig im Arbeitskreis Gemeinwesenarbeit aus und planen gemeinsame Aktionen und Projekte oder übertragen erfolgreiche Ideen auf die Stadtteile. Um dies zu finanzieren wurde beschlossen einen gemeinsamen Antrag zu stellen. Die verschiedenen Standorte und Einrichtungen haben ähnliche Problemlagen, oftmals vernachlässigter Wohnraum schwieriger Kontakt mit Vermietern, Menschen mit Migrationshintergrund, Alleinerziehende und viele Senioren, Familien mit geringem Einkommen. Ebenso gibt es Einrichtungen mit wenig Personal und geringer finanzieller Ausstattung. Oder es gibt keinen Förderverein der Mittel zur Verfügung stellen kann. Dies führt zu "Neid" in den Stadtteilen und Fragen, wie zum Beispiel: Warum können die Einen etwas machen und die Anderen nicht? Um nicht eine Flut an Anträgen für kleine Projekte, Summen zu stellen hat sich das MGH Bürgertreff bereit erklärt, einen gemeinsamen Antrag zu stellen.

