Der Quartierbeirat ist auf dem Weg zu einem gemeinnützigen Verein es muss nur noch eine Forderung des Amtsgerichtes erfüllt werden zur Eintragung. Der Quartierbeirat ist die nachhaltig, unabhängige Stimme der Bewohner*innen im Quartier.
Schwerpunkt ist: Gemeinsam anstatt einsam -Gemeinschaft stärken - Vielfalt erleben!
Denn: Jeder 10. Mensch in Deutschland fühlt sich einsam, manche Erhebungen sprechen sogar von 50 %. Der Austausch was die Bevölkerung für eine starke Gemeinschaft benötigt soll über verschiedene Medien stattfinden, wie Quartierszeitung, Flyer, Wurfzettel, Informationstafel oder Litfaßsäule mit aktuellen Angeboten im Quartier und im nahen Stadtgebiet. Es sollen aber insbesondere Nachbarschaftstreffs und Nachbarschaftshilfe bekannt gegeben werden zum mitmachen und eigenständig gründen.
Auch entstandene Projekte und Initiativen auf privater Basis sollen Eigeninitiative in unmittelbarer Nachbarschaft anregen. Wettbewerbe und Ideen aus der Bevölkerung sollen dort ausgeschrieben, Ehrenamtliche mit ihrem Engagement vorgestellt werden. In regelmäßigen Qurtierstreffen mit gemeinsamen Essen sollen Ideen zu Begegnungsorten und Möglichkeiten besprochen und später umgesetzt werden. Ein Kaffefahrrad um Kontakt mit der Bevölkerung aufzunehmen besteht bereits. Es müssen aber weitere Aufbauten getätigt werden und mit Design die Vereinsfarben, Förderer und Kooperationspartner dargestellt werden.
Die Beiratsmitglieder sind überwiegend Menschen mit Flüchtlingstatus oder Migrationshintergrund, aber auch Menschen mit Beeinträchtigungen und ältere Menschen, die sich durch ihr Engagement die Menschen im Quartier kennenlernen und unterstützen möchten und gleichzeitig sich selbst aus der Isolierung als Win-Win Situation bringen. Fachberater zu verschiedenen Bereichen wie Gleichstellung, Kinder und Jugendhilfe, Freiwilligenzentrum, Quartiersmangement, Seniorenbeirat, Bündnis für Familie sowie Vertreter von Kooperationspartner stehen als weitere Mitglied im Quartiersbeirat dem Verein mit ihrer Fachexpertise zur Seite. Aktiv arbeiten alle an der Quartiersentwicklung hin, zu einem „ Füreinander“ zu mehr Gemeinsamkeit.
In der Quartierszeitung sollen zum gegenseitigen kennenlernen in Interviews einzelne Quartiersbeiräte und Menschen im Quartier vorgestellt werden. Zur Lebensgeschichte soll der Grundtenor sein, was für den Einzelnen „ Gute Nachbarschaft“ bedeutet, was trotz gelebter Vielfalt wir gemeinsam haben. Berührungsangst werden so abgebaut.
Das Quartier besteht überwiegend aus Sozialwohnungen der 1960er/ 70er Jahre am Rand der Kernstadt Gifhorn-Ost. Aus diesem Grund gibt es eine sehr und enge erfolgreiche Zusammenarbeit und Kooperation mit der Gifhorner Wohnungsbaugenossenschaft (GWG), die im Quartier eine Außenstelle betreibt u.a. mit dem Ziel der Kooperations- und Netzwerkarbeit sowie die Anbindung an die Verwaltung.
Es ist ein Wohn-und Schlafstadtteil mit kaum gewerblichen Arbeitsplätzen, schwach ausgeprägten Dienstleistungsangeboten und wenigen Angeboten für Jugendliche.
Im Quartier Handwerker-/Blumenviertel leben 5133 Personen mit ca 1/3 Menschen mit Migrationshintergrund mit hohem Anteil ohne deutsche Staatsangehörigkeit mit insgesamt 76 Nationalitäten. 1/3 sind Senior*innen ab 60 Jahren. Dazu ist Gifhorn Ballungzentrum von (Spät)Aussiedlern. Wir gehören in Nds. zu den drei Städten mit dem höchsten Zuzug von (Spät)Aussiedlern in den 90er Jahren.
Die drei Gruppen treffen sich bereits zu gemeinsamen Veranstaltungen, was sich ganz alleine durch Bündelung und Interessenbekundungen zur Mitarbeit sich so ergeben hat und gewachsen ist. Die Interessierten für die ehrenamtliche Quartiersarbeit sind überwiegend um die Mitte 40 Jahre, sehr gebildet, mit Flüchtlingsstatus, die sich besonders um die ältere Bevölkerung und die Kinder/Jugendlichen kümmern möchten, aber auch Interesse an unterschiedlichen Kulturen haben. Die Bürgerbeteiligung findet mit Menschen statt, die teilweise selbst isoliert sind oder waren, denn durch das Ehrenamt erleben sie sinnhaftes Tun, Anerkennung und Wertschätzung, Integration, aktive Beteiligungsmöglichkeit und auch basisdemokratische Prozesse und Selbstwirksamkeit.










