Das geplante Straßenfest soll eine inklusive, interkulturelle und generationsübergreifende Veranstaltung im öffentlichen Raum werden (Scharrenstraße in der Innenstadt). In dieser Straße wird es Veränderungen geben, welche die Menschen zum Teil verunsichert. Mittig der Straße befindet sich das Lorenz-Werthmann-Haus, welches bisher als SeniorenBegegnungsstätte (bisher vorrangig für ältere Menschen) genutzt wurde und darüber die Wohngemeinschaft, in welche ab dem 01.07. neue Bewohnende von den Harz-Weser-Werken einziehen sollen ( Menschen mit Behinderungen). In den zum Teil sanierungsbedürftigen Fachwerkhäusern in der Straße finden Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen günstigen Mietraum. Ziel ist, Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten zusammenzubringen, soziale Isolation zu verringern und das Miteinander in der Nachbarschaft nachhaltig zu stärken. Durch ein vielfältiges Programm wird Raum für Begegnung auf Augenhöhe geschaffen- unabhängig von Alter, Herkunft, Sprache oder sonstigen Herausforderungen (sozial schwacher Status, oder Menschen mit Einschränkungen)
Der Tag soll mit Live-Musik ( Ein namenhafter Sänger der Region hat sogar eine Verbindung, da seine Mutter in der Straße alleine wohnt), kulinarischen Angeboten von den in der unmittelbar befindlichen Gastronomie, Kreativangebote und Mitmachaktionen die Menschen zusammen bringen. Die bisherigen Angebote der Begegnungsstätte können sich vorstellen und öffnen für weitere Zielgruppen, Vernetzungen können sich bilden und auch die durch die anstehende Veränderung negative Stigmatisierung des Hauses wird sich verändern. An dem Festtag soll auch eine Tombola oder ähnliches veranstaltet werden und 100 Freikarten für den gemeinsamen Mittagstisch gegen Einsamkeit verlost werden. Damit wird das Angebot, was bisher eher durch Senior*innen genutzt wurde, offen für weitere Zielgruppen (alleinstehende, von Einsamkeit betroffene etc.) Zudem weckt dies Interesse.
Weiterhin soll ein gemeinsames Trommelangebot an dem Tag vorgestellt werden und als erstes konkretes Angebot für die Menschen unabhängig, ob eine Einschränkung vorliegt, sie schon älter sind oder aber andere Faktoren vorliegen als offenes Angebot vorgestellt werden und dann nachhaltig in der Begegnungsstätte etabliert werden. Weiterhin sollen durch offenere Angebote auch unterschiedliche Menschen identifiziert werden, welche sich nachhaltig ehrenamtlich in der Begegnungsstätte und in der Nachbarschaftsarbeit engagieren können.
Bis zum 30.06.2025 wird das LWH als SeniorenBegegnungsstätte, Seniorenberatungsstützpunkt und als Wohngemeinschaften für Senior*innen genutzt. Ab dem 01.07.2025 wird die Wohngemeinschaft durch die Einrichtung Harz-Weser genutzt werden, da Sie sich nur durch Senioren nicht mehr finanziell tragen konnte. Dies hat in der Straße und rundherum für große Verunsicherung gesorgt. Was wiederum auch eine Skepsis gegenüber den neuen Bewohner*innen hervorruft. Im LWH wird es weiterhin die Begegnungsstätte und den Seniorenberatungsstützpunkt geben. Ziel ist es, zielgruppenübergreifend Angebote mit ins Port-Folio zu nehmen. Wir glauben, dass die einzelnen Gruppen sehr voneinander profitieren können. Hierzu braucht es unter der aktuellen Situation ein positives Ereignis, um die Menschen zueinander zu bringen. Menschen mit Einschränkungen sind oft eher am Rand der Gesellschaft, Senior*innen sind durch Verluste des Partner*s und des sozialen Netzwerkes oft auf sich alleine gestellt. In den Wohnungen der Scharrenstraße finden zum größeren Teil Alleinstehende günstigen Mietraum. Die Nachbarn fühlen sich bisher nicht angesprochen, um gemeinschaftlich aktiv zu sein.




