„Pimp My Nachbarschaft!“ bringt Menschen unterschiedlichen Alters, Herkunft und Bildungsstands zusammen, um über das Thema Heimat in der Nachbarschaft nachzudenken und sie aktiv mitzugestalten. In Zeiten von Digitalisierung, Klimawandel und Migration stellt sich die Frage, wie wir uns weiterhin heimisch fühlen – und wie wir unsere Nachbarschaft gemeinsam so gestalten können, dass niemand ausgeschlossen wird. Das Projekt setzt auf Bildung, Beteiligung und das Vertrauen, dass jeder und jede etwas beitragen kann. So entstehen positive Demokratie-Erfahrungen. In der gemeinsamen Arbeit wächst Gemeinschaft. Dieses Projekt fördert nachhaltig das Gefühl des Heimischwerdens – denn heimisch ist, wer gemeinsam ist, nicht allein.
In einem dreitägigen Planspiel treffen sich die Teilnehmenden zu einem kreativen Austausch. Nach einem spielerischen Crash-Kurs zu gesellschaftlichen Veränderungen beschäftigen sie sich intensiv mit den Themen Digitalisierung, Klimawandel und Migration. Dabei entwickeln sie gemeinsam konkrete Ideen und Lösungen für ihre Kommune. Unterstützt werden sie von Expertinnen und Patinnen aus der Kommunalpolitik. Aus den Ideen entstehen Anträge, die in einem simulierten parlamentarischen Verfahren verhandelt werden. Die enge Vernetzung mit der Lokalpolitik sorgt dafür, dass Ideen nicht nur gehört, sondern auch umgesetzt werden können. Begleitet wird das Ganze von Social-Media-Beiträgen, Fotos und einem Magazin, das die Ergebnisse dokumentiert und weiterträgt.
Ziel ist es, demokratische Beteiligung zu stärken und Menschen in ihrer Kommune zu vernetzen. Der Austausch zwischen Generationen und Lebenswelten fördert gegenseitiges Verständnis und Vertrauen. So wächst ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Indem Vorurteile abgebaut und Perspektiven gewechselt werden, wirkt das Projekt präventiv gegen Extremismus und stärkt Empathie. Die Teilnehmenden erfahren Selbstwirksamkeit, gewinnen Vertrauen in demokratische Strukturen und erleben, dass ihre Ideen zählen – weit über das Planspiel hinaus.
„Pimp My Nachbarschaft!“ ist ein Projekt des Vereins Politik zum Anfassen e.V., der seit 2006 Beteiligung vor Ort fördert.
Die Welt befindet sich im schnellen Wandel, beeinflusst durch Digitalisierung, Klimaveränderung und Migration. In dieser Situation stellt sich die Frage, wie der eigene Wohnort zur Heimat wird, man sich heimisch fühlen kann und wie Veränderungen so gestaltet werden, dass alle Menschen mitgenommen werden und niemand heimatlos wird. Ein zentrales Problem sind die "Mauern unserer Lebenswelten", die Menschen unterschiedlicher Herkunft, Alter und Bildungsstand trennen und das Verständnis sowie den Austausch erschweren. Es gibt einen Bedarf, aber oft nicht genügend Raum und Gelegenheit, diese wichtigen Fragen gemeinsam zu diskutieren und zusammenzuarbeiten. Weitere Probleme, die das Projekt adressiert, sind potenzielle Vorurteile, Misstrauen gegenüber demokratischen Institutionen und mangelndes Wissen über Beteiligungsmöglichkeiten.
Das Projekt "Pimp My Nachbarschaft!" wurde konzipiert, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Die Gründe liegen im Bestreben, Menschen unterschiedlichen Alters und Hintergrunds zusammenzubringen, um Erfahrungen auszutauschen und konkrete Ideen zur Gestaltung der Heimat im Kontext der aktuellen Veränderungen zu entwickeln. Dies soll das Verständnis fördern, Vorurteile abbauen, Vertrauen aufbauen und das Gemeinschaftsgefühl stärken. Ein wesentlicher Grund ist die Stärkung demokratischer Beteiligung, die Vernetzung und Verbundenheit mit der Kommune, sowie die Stärkung des Vertrauens in lokale politische Strukturen und die eigene Handlungsfähigkeit. Der durchführende Verein möchte durch positive Demokratie-Erfahrungen ein wirksames Fundament für mehr Beteiligung vor Ort schaffen.

