Unser Projekt zielt darauf ab, Einsamkeit und soziale Isolation älterer Menschen in unserer Nachbarschaft aktiv zu begegnen. Dabei setzen wir auf die Anschaffung einer Rikscha, die nicht nur ein Mobilitätsmittel ist, sondern vor allem ein Erlebnis und eine Brücke zwischen den Generationen schafft. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Erleben: Mit einer geschulten Begleitperson, dem sogenannten Rikscha-Piloten, können die Teilnehmenden die Umgebung in frischer Luft erkunden, bekannte oder neue Orte entdecken und dabei ins Gespräch kommen. Das Projekt ist bewusst niedrigschwellig gestaltet, um möglichst vielen Menschen den Zugang zu ermöglichen – unabhängig von körperlichen Einschränkungen oder sozialen Hintergründen. Gemeinsam mit der nebenangelegnen Schule, kann eine generationsübergreifende "Rikscha-AG" implementiert werden. So kommen Jung und Alt niedrigschwellig zusammen und können sich gemeinsam austauschen.
Die Rikscha wird sowohl von ehrenamtlichen FahrerInnen als auch SchülerInnen gesteuert, die eine spezielle Ausbildung erhalten, um die Sicherheit und das Wohlbefinden aller Mitfahrenden zu gewährleisten. Angehörige können die Rikscha ebenfalls für gemeinsame Ausflüge nutzen, was die Familienbindung stärkt und den Austausch fördert. Dank Motorunterstützung ist die Rikscha leicht zu fahren und auch bei schlechtem Wetter nutzbar – durch Verdeck und Schutzdecke bleibt die Fahrt angenehm.
Unser Ziel ist es, durch diese Aktivitäten die Lebensqualität der älteren Generation zu verbessern, soziale Kontakte zu fördern und neue Freundschaften entstehen zu lassen. Dabei legen wir ebenfalls Wert auf die Vernetzung mit lokalen Akteuren wie Vereinen, Kirchen und Initiativen, um das Projekt nachhaltig in der Nachbarschaft zu verankern. Es geht nicht nur um Mobilität, sondern um das Erlebnis, die Freude an der Bewegung und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Langfristig möchten wir Strukturen schaffen, die über die Förderlaufzeit hinaus bestehen bleiben, und so einen dauerhaften Beitrag zu einer inklusiven, generationenübergreifenden Nachbarschaft leisten.
Das Alten- und Pflegeheim Haus Teresa liegt an einem Randgebiet (angrenzend an ein Waldstück) neben einem Gymnasium und einer betreuten Wohnanlage. Innerhalb dieser baulichen Struktur, ist es schwierig, Anonymität niedrigschwellig entgegenzuwirken. Pflegeheime werden von der Öffentlichkeit nicht als offene Häuser wahrgenommen und deshalb von außenstehenden Personen kaum frequentiert.

