Repair Cafés gehören seit viele Jahren in verschiedenen Begegnungsorten zum regelmäßigen Programm, innerhalb unserer Netzwerkarbeit haben wir viele solcher Cafés kennengelernt und begeistert unseren Besucher*innen davon erzählt. So gibt schon länger den Wunsch ein solches Projekt bei uns durchzuführen. Mit dieser Förderung sehen wir nun die Chance diesen Wunsch in die Tat umzusetzen und dabei einem alltäglichen Tüfftelproblem innovativ zu begegenen: Passgenaue Erstazteile für Alltagsgegenstände von der Kaffemaschine bis zum Kinderspielzeug zu bekommen ist ein schwieriges Unterfangen. Ein 3D-Drucker kann individuell passgenaue Ersatzteile für defekte Geräte herstellen, wodurch diese wieder funktionsfähig werden und nicht weggeworfen werden müssen. Durch die Produktion von Ersatzteilen vor Ort reduziert der 3D-Drucker den Bedarf an neuen Produkten und trägt somit zur Ressourcenschonung bei. So können langlebige Reparaturen durchgeführt werden, was die Lebensdauer von Alltagsgegenständen verlängert und die Umweltbelastung verringert. Darüber hinaus sind 3D Drucker eine echte Innvoation und häufig für den Privatgebrauch zu teuer, sodass wir davon ausgehen, dass viele Leute die Chance nutzen wollen, ein solches Gerät auszuprobieren.
Das Projekt „Repair Café mit 3D-Druck im Mehrgenerationenhaus Zeven“ verfolgt das Ziel, eine nachhaltige, gemeinschaftliche Plattform zu schaffen, die Reparaturkompetenz, technologische Innovation und Umweltbewusstsein miteinander verbindet. Im Rahmen dieses Projekts wird im Mehrgenerationenhaus Zeven ein Repair Café eingerichtet, das neben klassischen Reparaturangeboten auch den Einsatz moderner 3D-Druck-Technologie integriert. Dabei steht nicht nur die technische Unterstützung im Vordergrund, sondern auch die Förderung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts und der Gemeinschaft. Das Repair Café soll ein Ort sein, an dem Menschen aller Altersgruppen und Hintergründe zusammenkommen, um gemeinsam zu reparieren, zu lernen und sich auszutauschen. Durch den gemeinschaftlichen Ansatz wird das soziale Miteinander gestärkt, das gegenseitige Verständnis gefördert und ein Gefühl der Verbundenheit innerhalb der Nachbarschaft geschaffen. Ziel ist es, eine lebendige, unterstützende Gemeinschaft zu entwickeln, die sich gegenseitig bei nachhaltigem Handeln und kreativen Projekten unterstützt und inspiriert.
Es gibt bei uns im Haus eine Vielzahl von Angeboten für alle Menschen von dem Geburtsvorbereitungskurs bis zum Letzte Hilfe Lehrgang. In vollen Wochen haben wir bis zu 1000 Besucher*innen, die meisten der Angebote entstehen durch Ideen und Gesprächen von und mit Nutzer*innen des Hauses.
Nach der Coronakrise stellen wir bei vielen Nutzer*innen in allen Altersklassen eine zunehmende Angst vor neuen Begegnungen fest. Viele Besucher*innen müssen wir mit speziellen Angeboten oder Sonderaktionen ins Haus locken, um Sie dann in unsere alltäglichen Angebote einzubinden und sie als regemäßige Nutzer*innen weiderzubegrüßen. Besonders die Einsamtkeit und das Alleinesein ist immer wieder Thema und die Angst davor gibt in den meisten Fällen kein Mut zur Veränderung, sondern häufig führt diese zu Isolation. Das neue Angebot des Repair Cafe soll die Tüfftler aus den Hobyykellern ansprechen und diese aus ihrer Isolation locken. Darüber hinaus möchten wir die Generationen verbinden und den Trend der jungen Generation des Upcyclings mit den Erfahrungen der Älteren zusammenbringen und so Gemeinschaft fördern.
Wir richten im Mehrgenerationenhaus Zeven ein Repair Café ein, das neben klassischen Reparaturangeboten auch moderne 3D-Druck-Technologie nutzt. Unser Ziel ist es, eine Plattform zu schaffen, auf der Menschen aller Altersgruppen und Hintergründe gemeinsam Gegenstände reparieren, Neues lernen und sich austauschen können.

