Mit dem Projekt wird im neu eröffneten Begegnungscafé der Hol di Toi gUG in der Gartenstraße 58a eine nachbarschaftsorientierte Quartiersküche aufgebaut. Das Angebot richtet sich an Menschen in belasteten Lebenslagen sowie an Nachbar*innen, Inselgäste und Interessierte aller Altersgruppen. Ziel ist es, soziale Isolation zu verringern, Begegnung zu ermöglichen und das direkte Wohnumfeld als verbindenden Raum zu stärken.
Was machen wir?
Wir laden im Jahr 2025 regelmäßig zu offenen Kochnachmittagen oder -abenden ein, bei denen gemeinsam gekocht und gegessen wird. Jede*r kann mitmachen – ohne Anmeldung, ohne Verpflichtung. Ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende koordinieren das Projekt, die Teilnehmenden bringen sich aktiv ein: mit Rezepten, Geschichten, beim Einkauf oder beim Tischdecken.
Warum machen wir das?
Einsamkeit betrifft viele – auch auf einer kleinen Insel wie Norderney. Besonders Alleinerziehende, ältere Menschen, Zugezogene oder Menschen mit psychischer Belastung sind oft sozial isoliert. Gemeinsames Kochen ist ein niederschwelliger Zugang zur Begegnung: Es schafft Verbindung ohne Leistungsdruck, überwindet Sprachbarrieren und bietet alltägliche Stabilität.
Wie setzen wir es um?
Das Projekt nutzt die Infrastruktur des neuen, barrierearmen Begegnungscafés. Die Angebote werden generationenübergreifend, inklusiv und interkulturell ausgerichtet. Die enge Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren (Sozialberatung, Kirchengemeinde, Schule, Vereine) stärkt die lokale Verankerung.
Was wollen wir erreichen?
Nachbarschaftliches Miteinander fördern,
Einsamkeit aktiv vorbeugen,
Inklusion leben: Menschen mit Behinderung und/oder Migrationsgeschichte einbeziehen,
generationenübergreifende Kontakte ermöglichen,
eine dauerhafte Struktur aufbauen, die über die Förderlaufzeit hinaus besteht
Auf Norderney leben viele Menschen dauerhaft oder über längere Zeiträume in belasteten Lebenslagen – sei es durch gesundheitliche Einschränkungen, Altersarmut, psychische Belastung, Einsamkeit oder fehlende familiäre Anbindung. Durch die starke touristische Ausrichtung der Insel sind soziale Begegnungsräume für Einheimische rar. Wer wenig lokale und soziale Netzwerke hat, erlebt das öffentliche Leben auf der Insel oft als Ausschluss statt als Teilhabe.
Vor allem Menschen, die wenig gesellschaftliche Teilhabe erfahren, können von unkomplizierten, wohnortnahen Angeboten enorm profitieren. Hier setzt das Projekt „Gemeinsam schmeckt’s besser“ an: Es schafft Begegnung über etwas Alltägliches – eine gemeinsame Mahlzeit.
Das Projekt nutzt die neue Struktur des Begegnungscafés in der Gartenstraße 58a, um gezielt Menschen auf Norderney einzubeziehen und zu aktivieren. Es greift den konkreten Wunsch nach Begegnung, Wertschätzung und stabilen nachbarschaftlichen Beziehungen auf.





